Zum Beginn des neuen Schuljahres wünscht die SPD-Stadtratsfraktion allen Schülern, ihren Familien und Lehrkräften einen guten Start. „Die Einschulung ist ein besonderer Tag für jedes Kind. Wir freuen uns, dass auch an der Nikolaus-Obertreis-Schule wieder so viele Kinder in ihre Schullaufbahn starten“, erklärt der Vorsitzende der Stadtratsfraktion, Marc André Müller.
Gleichzeitig macht die SPD deutlich, dass es dringend eine Perspektive für den Standort brauche. „Es ist richtig, dass auch in diese Schule investiert wird. Demnächst soll ein Container errichtet werden, da die Kapazitätsgrenze längst überschritten ist, und ein neuer Spielplatz soll angelegt werden. Aber schon seit 2019 herrscht Einigkeit im Stadtrat, dass der jetzige Standort keine Zukunft hat. Trotzdem blockiert die CDU alle Schritte hin zu einer echten Lösung. Sie setzt allein auf den Bebauungsplan am Missionshaus. Was, wenn dieser scheitert? Einen Plan B hat man offenkundig nicht“, so Müller.
Die SPD-Fraktion hatte in den letzten beiden Jahren beantragt, auch alternative Standorte, z. B. eine Teilfläche des alten Bosenbachstadions oder die Fläche, auf der aktuell noch die alte Sporthalle steht, eingehender zu prüfen und die Bevölkerung in die Entscheidung einzubeziehen. „Diese Vorstöße wurden von der CDU abgelehnt. Das ist nicht nachvollziehbar, denn am Ende geht es um die Zukunft unserer Kinder“, betont Müller.
Jessica Patuschka, Mitglied im Ortsrat und im Stadtrat, deren Kind gerade selbst an der NOS eingeschult wurde, ergänzt: „Als Mutter sehe ich, wie wichtig eine verlässliche und gute Perspektive für unsere Grundschule ist. Eltern brauchen Klarheit, wo und wie ihre Kinder in den nächsten Jahren lernen werden. Es ist enttäuschend, dass wir hier seit Jahren auf der Stelle treten.“
Die SPD fordert die CDU auf, endlich Bewegung in die Diskussion zu bringen. „Wir brauchen jetzt Entscheidungen und kein weiteres Hinauszögern. Investitionen in Schulen sind immer gut – aber sie müssen Teil einer zukunftsfesten Lösung sein. Wie viele Steuergelder sollen noch in einen Standort investiert werden, von dem alle wissen, dass er keine Zukunft mehr hat?“, unterstreicht Müller.
Die SPD-Fraktion kündigt an, die Debatte über das Thema weiter am Laufen zu halten, damit eine nachhaltige Lösung für die größte Grundschule der Stadt St. Wendel gefunden wird.

