
In der Stadtratssitzung am 16. Mai 2023 hatte die SPD einen Antrag auf Einführung eines digitalen, öffentlich einsehbaren Baumkatasters gestellt. „Unser Ansinnen war und ist, mit einem solchen Kataster mehr Transparenz für die Bevölkerung herzustellen und dadurch eventuell auch sehr emotionale Debatten bei einzelnen Baumfällungen, die wegen Krankheit gefällt werden müssen, zu verhindern“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Monika Moritz.
Bürgermeister Peter Klär stellte diesen Antrag dann in der Sitzung aber so dar, als sei er überflüssig und eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Verwaltung, weil St. Wendel angeblich bereits seit 2014 ein Baumkataster hätte.
„Leider hat die Saarbrücker Zeitung diese Aussage kritiklos und ohne weitere sorgfältige Recherche in ihrer Berichterstattung am 24. Mai übernommen und dadurch dazu beigetragen, dass unsere Stadtratsfraktion in ein zweifelhaftes Licht gerückt wird“, findet der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbands, Armin Fuchs.
Wer jedoch auf der Internetseite www.fragdenstaat.de nachschaut, der findet eine offizielle Antwort der Kreisstadt St. Wendel vom 16. November 2022 auf eine Anfrage eines Bürgers nach dem Informationsgesetz Saarland (ISFG) zur St. Wendeler Baumbilanz . In dieser heißt es, dass zu Baumfällungen und Neupflanzungen keine genaue Antwort gegeben werden könne, da es noch kein fertiges Baumkataster gebe. „Für uns stellt sich die Frage, welche Aussage denn nun stimmt. Die des Bürgermeisters, dass St. Wendel schon seit 2014 ein Baumkataster hat oder die der Stadtverwaltung, dass es Ende 2022 noch kein fertiges Baumkataster gab? So oder so ist der Bürgermeister als Spitze der Verwaltung hier gefordert, eine klare und ehrliche Antwort zu geben!“, zeigt sich Monika Moritz entschlossen.
Quellen:
https://fragdenstaat.de/anfrage/baumbilanz-st-wendel/…
https://www.saarbruecker-zeitung.de/…/baumschutz…

